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Seit heute früh läuft in der nordostspanischen Region Katalonien das Unabhängigkeitsreferendum. Allerdings können die Katalanen ihren politischen Willen nicht in Frieden und geordnet kundtun, da die spanische Zentralregierung rund 6000 Polizisten der paramilitärischen Guardia Civil in die Region geschickt hat, die die Abstimmung verhindern sollen.

Nach Razzien in den vergangenen Tagen, bei denen Wahlurnen und Stimmzettel beschlagnahmt wurden, blockieren Polizeikräfte heute mehrere hundert Wahllokale und gehen auch gegen Katalanen vor, die friedlich ihre Stimme abgeben wollen. Die Bilder, die dabei um die Welt gehen zeigen schwer gepanzerte Polizisten in ihren schwarzen Kampfanzügen, ausgerüstet mit Schilden und Helmen, die mit Fusstritten und Schlagstöcken und offenbar sogar Gummigeschossen gegen Katalanen vorgehen, die mit roten Nelken in der Hand als Zeichen ihrer Friedfertigkeit für ihr Anliegen auf die Strasse gehen und an die verbliebenen Wahlurnen drängen.

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Am 1. Oktober will Katalonien über seine Unabhängigkeit von Spanien abstimmen. Mit dieser Entscheidung des katalanischen Regionalparlaments vom Freitag spitzt sich ein seit Jahren andauernder Konflikt zwischen der autonomen Region im Nordosten Spaniens mit der Metropole Barcelona als Hauptstadt und der spanischen Zentralregierung zu. Letztere geht seit Jahren gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen vor. Aber anders als in Grossbritannien, wo die Schotten über ihre Unabhängigkeit entscheiden konnten, verweigert die spanische Zentralregierung den Katalanen dieses Recht. Neben der Bestrebung die territoriale Integrität Spaniens zu bewahren spielen hier auch ökonomische Überlegungen eine Rolle. Immerhin erwirtschaftet die Region Katalonien mit ihren 7,5 Millionen Einwohnern rund ein Fünftel des spanischen Bruttoinlandprodukts. Auch das Pro-Kopf-Einkommen liegt mit knapp 28.200 Euro pro Jahr um mehr als 20% über dem spanischen Durchschnitt von lediglich 22.800 Euro.

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